Stabilität an den Märkten, gute Umsätze beim Bund-Future

Die internationalen Finanzmärkte scheinen sich in diesen Tagen kaum von den üblichen Indikatoren von außen beeinflussen zu lassen. So ließen die neuen Informationen aus dem US Immobiliensektor das Marktgeschehen größtenteils kalt. Diese fielen relativ gemäßigt aus, sogar etwas positiver, als zunächst erwartet worden war. Die Baubeginne sanken im Februar um 1,1 Prozent, während die Baugenehmigungen im Vergleich zum Vormonat um 5,1 Prozent angestiegen sind.
Qualitativ hochwertige Staatsanleihen können derzeit einen Nutzen aus der Schwäche der Aktienbörsen schlagen. Es war ein leichter Aufstieg der Kurse deutscher Bundesanleihen zu verzeichnen. Eine Unterschreitung der 2% Marke durch die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen scheint im Moment nicht absehbar, der Wert scheint sich oberhalb der Marke zu etablieren. Italienische und spanische Anleihen mussten mit einer Weitung der Risikoaufschläge von 8 beziehungsweise 5 BP leben. Einzig die portugiesischen Titel konnten von Gewinnmitnahmen profitieren, während Staatsanleihen aus Frankreich und Belgien 3 beziehungsweise 6 BP verloren.
Besonders Spanien hat es noch immer nicht leicht, sich auf dem europäischen Finanzmarkt durchzusetzen. Die Rate der notleidenden Kredite bei spanischen Banken sind zu Beginn des Jahres von 7,61 % auf 7.9 & angestiegen. Dennoch hat sich die Lage bei den 12 bis 18 monatigen Geldpapieren bei den Spaniern erleichtert. Sie mussten deutlich weniger Zinsen zahlen als noch im Monat zuvor.
Der Bund-Future schloss mit guten Umsätzen 30 Stellen über dem Niveau des Vortags. Er setzt seine Konsolidierung somit innerhalb einer engen Tagesspanne fort. Die Indikatoren zeigen deutliche Ansätze einer Stabilisierung, obwohl sie sich auf einem extrem überkauften Niveau befinden. Erholungsphasen dürfen im Fall der Erwartung neuer Kursverluste weiter zum Verkauf genutzt werden, und das, obwohl man mit einer extremen Marktlage zu tun hat.
Wie zu sehen ist, geht es an den Finanzmärkten derzeit trotz weiterer Auswirkungen der Finanzkrise relativ stabil zu. Die Krise, die Jürg Zeltner UBS Wealth Management CEO im vergangenen Jahr voraus gesagt hatte und die auch eingetreten war, ist somit hoffentlich bald überstanden.